Hallo Julian,
ja, das mit dem Rost ist immer so eine Sache ...
Ich stelle Rost auf meinen Modellen mittlerweile auf ganz unterschiedliche Weise dar :
1. Rostfarbe von Humbrol oder Revell o.ä. (die dicke Pampe am Boden der Dose !!) auftragen und im feuchten Zustand einen harten, kurzborstigen Pinsel einstippen, das ergibt eine rauhe Oberfläche. Anschließend
Washing und
Drybrushing.
2. Farbpigmente in verschiedenen Rosttönen in Feuerzeugbenzin zu einer "Farbe" (kein Washing !!) anrühren. Darf ruhig auch ein wenig dicker sein. Nach dem Trocknen hast Du auch eine unregelmäßige Oberfläche.
3. Echter Rost in Verdünnung / Feuerzeugbenzin aufgelöst. Kommt drauf an, wie Du Deinen Rost "züchtest". Wenn Du ihn z.B. in einem alten Einmachglas aus Topfreinigern ansetzt erhältst Du feines Rostpulver gemischt mit etwas groberen Bröckchen. in dieser Mischung macht sich die Struktur auch sehr gut.
4. Künstler-Ölfarbe. Kann auch sehr gut, bedingt durch die lange Trocknungszeit anschließend strukturmäßig nachbearbeitet werden.
5. Die eigentlich beste Lösung : Echtrost 2-Komponenten von MicroRealistixx. Hier trägst Du eine Metallhaltige Grundlösung auf. Diese wird dann mit der zweiten Komponente so lange und so oft behandelt, bis die Grundfarbe tatsächlich anfängt zu rosten. Diesen Effekt kannst Du dann von leicht angerostet bis kurz vor dem Verfall erzielen. Das Ganze funktioniert aber auch, wenn Du Metallmehl mit einem Medium aufträgst und anschließend mit Salzwasser behandelst.
So entstanden z.B. die Ersatzkettenglieder und der Auspuff bei meinem Panther, der Auspuff beim "Schneetiger" und beim SU85 (alle in der Galerie - Leserbilder)
Ich hoffe, ich konnte Dir weiterhelfen und bin gespannt, wie unsere anderen Gemeindemitglieder "ihren" Rost darstellen.
Liebe Grüße
Olli
hasta la vista, Baby !!!